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Stammdaten verwalten

Kamerplanter speichert alle grundlegenden Pflanzendaten — Arten, Sorten und botanische Familien — als Stammdaten. Diese bilden die Basis für Pflanzdurchläufe, Nährstoffpläne, Phasensteuerung und Pflegeerinnerungen.

Überblick

Stammdaten sind die zentrale Wissensgrundlage des Systems. Jede Pflanzenart wird mit bis zu 80+ strukturierten Feldern erfasst:

Entität Beschreibung Beispiel
Botanische Familie Pflanzenfamilie mit Fruchtfolge-Kategorie Solanaceae (Nachtschattengewächse)
Art (Species) Botanische Art mit Taxonomie, Klima, Licht, Vermehrung Solanum lycopersicum (Tomate)
Sorte (Cultivar) Zuchtform mit sortenspezifischen Eigenschaften San Marzano, Cherry Roma

Die Hierarchie ist: Familie → Art → Sorte. Jede Sorte gehört zu genau einer Art, jede Art zu genau einer Familie.

Arten verwalten

Art anlegen

  1. Navigiere zu Stammdaten > Arten
  2. Klicke auf Neue Art
  3. Fülle mindestens die Pflichtfelder aus:
    • Wissenschaftlicher Name (z.B. Solanum lycopersicum)
    • Umgangssprachliche Namen (z.B. Tomate, Tomato)
    • Familie (z.B. Solanaceae)
    • Gattung (z.B. Solanum)

Erfahrungsstufen beeinflussen die Sichtbarkeit

Im Einsteiger-Modus werden nur die wichtigsten Felder angezeigt. Fortgeschrittene Felder wie Allelopathie-Score, Photoperiodismus oder Wurzeltyp erscheinen erst im Fortgeschrittenen- bzw. Experten-Modus. Du kannst jederzeit über den Toggle "Alle Felder anzeigen" auch im Einsteiger-Modus auf alle Felder zugreifen.

Wichtige Art-Felder

Die Feldnamen in der Oberfläche sind deutsch beschriftet; in Klammern findest du den internen Feldnamen (Code-Name), z.B. für API-Zugriffe oder den CSV-Import.

Feld Beschreibung Beispiel
Lebenszyklus (cycle_type, Teil der Lebenszyklus-Konfiguration — siehe Wachstumsphasen) Annual, Biennial oder Perennial Annual
Wuchsform (growth_habit) Kraut, Strauch, Baum, Kletterpflanze, ... Kraut
Wurzeltyp (root_type) Faserwurzel, Pfahlwurzel, Knollig, Zwiebel, Rhizom Faserwurzel
Frostempfindlichkeit (frost_sensitivity) Empfindlich, Moderat, Hardy, Sehr hardy Sehr hardy
Nährstoffbedarf (nutrient_demand_level) Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer, Stickstoffsammler Starkzehrer
Photoperiodismus (photoperiod_type, Teil der Lebenszyklus-Konfiguration) Kurztagspflanze, Langtagspflanze, Tagneutral Tagneutral
Toxizität (toxicity_severity) Giftigkeit für Katzen/Hunde (ASPCA-Daten, ASPCA = American Society for the Prevention of Cruelty to Animals) Giftig für Katzen
Vermehrungsarten (propagation_methods) Eine oder mehrere übliche Vermehrungsmethoden (Mehrfachauswahl) Aussaat, Steckling

Nicht alle Felder stehen im Anlage-Dialog zur Verfügung

Der Dialog Neue Art deckt nur die in Schritt 3 genannten Pflichtfelder sowie Wuchsform und Wurzeltyp ab. Die übrigen Felder dieser Tabelle pflegst du anschließend auf der Detailseite der Art.

Toxizitäts-Warnung auf der Artdetailseite

Für Arten mit hinterlegten Toxizitätsdaten zeigt die Detailseite der Art oberhalb der Tabs eine Warnung mit den betroffenen Gruppen, dem Schweregrad sowie den giftigen Pflanzenteilen und Giftstoffen — als Sicherheitshinweis für Menschen und Haustiere im Haushalt.

Immer sichtbar — unabhängig von der Erfahrungsstufe

Die Toxizitäts-Warnung erscheint auf jeder Erfahrungsstufe, auch im Einsteiger-Modus, und ist nicht ausblendbar. Anders als die meisten fortgeschrittenen Felder wird sie bewusst nicht hinter der sonst üblichen Sichtbarkeitslogik nach Erfahrungsstufe versteckt, weil sie dem Schutz von Kindern und Haustieren dient.

Die Warnung zeigt, sofern für die Art hinterlegt:

  • Betroffene Gruppen — Kinder, Katzen und/oder Hunde, als farbige Chips
  • Schweregrad — Leicht giftig, Mäßig giftig oder Stark giftig. Stark giftige Arten werden zusätzlich mit einer höher-kontrastigen roten Warnfarbe statt der sonst üblichen gelb-amberfarbenen Warnung hervorgehoben, damit sie auf einen Blick erkennbar sind.
  • Giftige Pflanzenteile — z.B. Blätter, Samen, Wurzel
  • Giftstoffe — die namentlich bekannten toxischen Verbindungen, sofern dokumentiert

Ist eine Art nachweislich ungiftig oder liegen für sie keine Toxizitätsdaten vor, erscheint keine Warnung — es gibt also keinen Fehlalarm für unbedenkliche Arten.

Zwei unterschiedliche Toxizitätsfelder

Die Warnung basiert auf dem strukturierten Feld toxicity (Skala: ungiftig/leicht/mäßig/stark giftig, mit Gruppen, Pflanzenteilen und Giftstoffen). Das ist nicht dasselbe wie das oben in der Feldtabelle genannte Feld toxicity_severity (Skala: niedrig/mäßig/hoch, nur mit Fokus auf Katzen/Hunde). Beide Felder werden unabhängig voneinander gepflegt und nicht automatisch ineinander umgerechnet.

Vermehrungsarten (propagation_methods)

Das Feld Vermehrungsarten ist eine Mehrfachauswahl und dokumentiert, wie eine Art üblicherweise vermehrt wird. Es wird im Fortgeschrittenen-Modus angezeigt.

Die Angabe dient als Hinweis für Pflegeerinnerungen, die Vermehrungsplanung und den KI-Wissensassistenten. Alle mitgelieferten Kulturpflanzen-Stammdaten sind bereits mit den üblichen Methoden befüllt.

Wert Bezeichnung Beschreibung
seed Aussaat / Samen Generative Vermehrung über Samen
cutting Steckling Bewurzelter Trieb von einer Mutterpflanze (Klon)
division Teilung Pflanze wird in mehrere Teile geteilt
rhizome_division Rhizomteilung Teilung unterirdischer Speichertriebe (z.B. Ingwer, Bambus)
bulb Zwiebel Vermehrung über Brutzwiebeln oder Tochterzwiebeln
tuber Knolle Vermehrung über Tochterknollen (z.B. Dahlie, Kartoffel)
offset Kindel Seitentriebe / Ableger (z.B. Aloe vera, Bromelia)
grafting Veredelung Edelreis auf Unterlage (z.B. Tomaten auf Tomatillo)
layering Absenker Trieb im Boden bewurzeln, dann abtrennen
spore Sporen Generative Vermehrung bei Farnen und Moosen
runner Ausläufer Kriechende Bodenläufer (z.B. Erdbeere, Pothos)
leaf_cutting Blattsteckling Blatt oder Blattsegment bewurzeln (z.B. Begonie, Sansevieria)
self_seeding Selbstaussaat Pflanze sät sich ohne Zutun selbst aus (z.B. Borretsch, Ringelblume)

Mehrere Methoden möglich

Eine Art kann mehrere Vermehrungsarten gleichzeitig angegeben haben. Tomate zum Beispiel: seed (für den Anbau aus Samen) und cutting (für den Ganzjahresanbau im Gewächshaus über Stecklinge).

Sichtbarkeit nach Erfahrungsstufe

Das Feld Vermehrungsarten erscheint ab der Erfahrungsstufe Fortgeschrittener. Im Einsteiger-Modus ist es ausgeblendet, kann aber über Alle Felder anzeigen eingeblendet werden.

Vermehrungsart im Tab \"Aussaat & Ernte\" sichtbar

Auf der Detailseite einer Art (Stammdaten > Arten) gibt es den Tab Aussaat & Ernte (Aussaatübersicht). Dort werden die hinterlegten Vermehrungsarten als Chips angezeigt — seed (Aussaat) ist dabei grün hervorgehoben. Wenn eine Art ausschließlich vegetativ vermehrt wird (z.B. nur Steckling oder Teilung, kein seed-Eintrag), erscheint dort ein Hinweistext, dass für diese Art keine Aussaatzeiträume zu erwarten sind. Fehlende Aussaatdaten sind in diesem Fall kein Datenfehler, sondern korrekt — die Art wird eben nicht über Samen vermehrt.

Beste Vermehrungszeit (propagation_months)

Das Feld propagation_months (Beste Vermehrungszeit) ergänzt die Vermehrungsarten um eine Zeitangabe: In welchen Monaten ist die vegetative Vermehrung — also Teilung, Stecklingsnahme, Abnahme von Kindeln oder Ausläufern — am erfolgversprechendsten?

Das Feld ist ebenfalls eine Mehrfachauswahl; gespeichert werden die Monatsnummern 1 (Januar) bis 12 (Dezember), dedupliziert und sortiert.

Wo in der UI: Im Tab Aussaat & Ernte der Artdetailseite an zwei Stellen:

  1. Vermehrungs-Card — Die Karte hat einen Lese-/Bearbeiten-Umschalter (Stift-Icon oben rechts):

    • Leseansicht: "Beste Vermehrungszeit: März–April" (zusammengefasste Monatsanzeige)
    • Bearbeitungsmodus: 12 klickbare Monats-Chips — klicke die gewünschten Monate an, dann Speichern
  2. Monats-Zeitachse (Balkendiagramm) — Die oberste Zeile der Zeitachse trägt den Titel "Vermehrung" und zeigt die hinterlegten Monate als farbigen Balken (Teal). Diese Zeile ist nur zur Anzeige — bearbeitet wird ausschliesslich über die Vermehrungs-Card (Stift-Icon). Ist kein Monat hinterlegt, bleibt die Zeile leer.

Beispiel: Herbst-Anemone (Anemone hupehensis)

Die Herbst-Anemone bildet dichte Rhizomhorste und lässt sich am besten im zeitigen Frühjahr teilen, bevor der Neuaustrieb beginnt. Kamerplanter speichert das als propagation_months: [3, 4] — März und April. Das ergibt in der UI die Anzeige "Beste Vermehrungszeit: März–April".

Abgrenzung zu Aussaatfeldern

Das Feld propagation_months bezieht sich ausschließlich auf vegetative Vermehrung (Teilung, Steckling, Kindel, Ausläufer, Ableger). Für Aussaatzeitpunkte (generative Vermehrung über Samen) bleiben die separaten Felder direct_sow_months, indoor_start_months und transplant_months zuständig. Beide Felder können gleichzeitig gepflegt sein, wenn eine Art sowohl aus Samen gezogen als auch vegetativ vermehrt werden kann.

Pflegeerinnerungen profitieren automatisch

Sobald propagation_months gepflegt ist, kann der KI-Wissensassistent (und zukünftig: Pflegeerinnerungen) konkrete Hinweise zum optimalen Vermehrungszeitpunkt ausgeben — ohne dass du dich selbst an den Kalender erinnern musst.

Vermehrungshinweise (propagation_notes)

Das Feld Vermehrungshinweise ist ein fachlicher Freitext (max. 1000 Zeichen, Deutsch) und erklärt wie die Vermehrung der Art in der Praxis abläuft — welche Schritte besondere Sorgfalt erfordern, welche Fehler häufig passieren und was den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht.

Das Feld ergänzt die strukturierten Felder propagation_methods (Methoden) und propagation_months (optimaler Zeitpunkt) um das handwerkliche Detailwissen, das sich nicht in einer einfachen Auswahlliste abbilden lässt.

Wo in der UI: Im Tab Aussaat & Ernte der Artdetailseite, in der Karte Vermehrung — direkt unterhalb der Vermehrungsarten-Chips und der besten Vermehrungszeit. Den Bearbeitungsmodus öffnest du über das Stift-Icon oben rechts in der Karte:

  • Leseansicht: Der Text erscheint als abgesetzter Hinweis-Block, deutlich vom restlichen Inhalt abgegrenzt. Wenn kein Text hinterlegt ist, bleibt der Bereich leer.
  • Bearbeitungsmodus: Ein mehrzeiliges Textfeld mit Zeichenzähler (max. 1000 Zeichen). Der Text wird gemeinsam mit den übrigen Feldern der Sektion über den Speichern-Button gespeichert.

Wofür eignet sich das Feld?

Notiere hier konkrete Praxistipps: Substrattemperatur für die Bewurzelung, empfohlene Hormondosis, Lichtbedarf direkt nach der Bewurzelung, Akklimatisierungsschritte beim Wechsel von Vitro- auf Ex-Vitro-Bedingungen oder der häufigste Grund für scheiternde Stecklinge bei dieser Art. Allgemeine Hinweise, die für alle Arten gleichermaßen gelten, gehören dagegen nicht hier her.

Sichtbarkeit nach Erfahrungsstufe

Das Feld Vermehrungshinweise erscheint ab der Erfahrungsstufe Fortgeschrittener. Im Einsteiger-Modus ist es ausgeblendet, kann aber über Alle Felder anzeigen eingeblendet werden.

Alle mitgelieferten Arten mit gepflegten Vermehrungsmethoden haben bereits einen fachlichen Hinweistext hinterlegt.

Art bearbeiten

  1. Klicke auf eine Art in der Liste
  2. Auf der Detailseite kannst du alle Felder bearbeiten
  3. Die Detailseite zeigt auch zugehörige Sorten, Wachstumsphasen und Nährstoffpläne

Referenzbilder in der Artenansicht

Kamerplanter zeigt für jede Pflanzenart Referenzbilder an, die aus öffentlichen Bilddatenbanken (GBIF, Wikimedia Commons) automatisch beschafft wurden. Diese Bilder helfen dir, eine Art schnell wiederzuerkennen — auch dann, wenn du keinen botanischen Hintergrund hast.

Wo erscheinen Referenzbilder?

In der Artenliste (Übersicht): Pro Art erscheint ein kleines Thumbnail in der linken Spalte. Ist für eine Art noch kein Referenzbild verfügbar, siehst du dort ein dezentes Pflanzen-Icon als Platzhalter — das ist kein Fehler, sondern bedeutet schlicht, dass der Referenzbild-Beschaffungslauf für diese Art noch kein geeignetes lizenzfreies Bild gefunden hat.

Auf der Artdetailseite (Tab „Übersicht"): Im oberen Bereich erscheint ein großes Hero-Bild. Darunter befindet sich die Referenzbild-Galerie mit allen verfügbaren Bildern der Art, sortiert nach Bildorgan (Blatt, Blüte, Frucht, Gesamt).

Bilder erscheinen erst nach dem Beschaffungslauf

Direkt nach der Installation zeigt die Galerie den Hinweis „Noch keine Referenzbilder verfügbar". Dieser verschwindet, sobald ein Administrator den Referenzbild-Beschaffungslauf ausgeführt hat. Mehr dazu im Abschnitt Referenzbilder beschaffen weiter unten.

Bildquellen und Lizenzen

Die Bilder stammen ausschließlich aus Quellen mit lizenzsauberen, öffentlich nutzbaren Fotografien:

Quelle Lizenz Hinweis
GBIF (Global Biodiversity Information Facility) CC0 / CC-BY Größter Backbone für Artfotos
Wikimedia Commons CC0 / Public Domain Kuratierte, typische Artbilder

Urhebernennung bei CC-BY-Bildern (rechtlich erforderlich)

Bilder unter der Lizenz CC-BY erfordern eine sichtbare Urhebernennung. Kamerplanter zeigt diese direkt unter dem jeweiligen Bild in der Galerie an, zum Beispiel:

© Jane Doe, via GBIF/iNaturalist · CC BY 4.0

Diese Angabe wird automatisch aus den gespeicherten Metadaten generiert. Du musst nichts manuell eintragen.

CC0-Bilder (gemeinfrei) tragen keine Urhebernennung, weil der Urheber alle Rechte freigegeben hat.

Referenzbilder beschaffen

Referenzbilder werden nicht automatisch beim Anlegen einer Art geladen. Sie entstehen durch einen einmaligen Beschaffungslauf, den ein Administrator auslöst. Für den laufenden Betrieb ist dieser Lauf nur einmalig nötig — er kann bei Bedarf (z.B. nach dem Import neuer Arten) wiederholt werden.

Für Administratoren

Der Beschaffungslauf läuft als Hintergrundprozess (Celery-Task) und kann mehrere Stunden dauern. Während er läuft, tauchen die Bilder Art für Art in der UI auf. Mehr zur technischen Ausführung: Bilderkennung in Betrieb nehmen.

Welche Arten bekommen Bilder? Der Beschaffungslauf durchsucht für alle angelegten Arten die Bilddatenbanken. Arten, für die keine CC0/CC-BY-Bilder gefunden werden (seltene oder exotische Pflanzen), erhalten keinen Eintrag — das ist transparentes Systemverhalten, kein Datenfehler.

Zusammenhang mit der Pflanzen-Bilderkennung

Dieselben Referenzbilder, die in der Artenansicht erscheinen, bilden auch die Grundlage für die Pflanzen-Bilderkennung. Das DINOv2-Erkennungssystem vergleicht ein aufgenommenes Foto mit den gespeicherten Referenz-Embeddings, um die wahrscheinlichste Art zu bestimmen.

Mehr dazu: Pflanzen-Bilderkennung verwenden

Sorten verwalten

Sorten (Cultivars) sind Zuchtformen innerhalb einer Art. Sie erben die Grundeigenschaften der Art und ergänzen sortenspezifische Daten.

Sorte anlegen

  1. Navigiere zur Detailseite einer Art
  2. Im Abschnitt Sorten klicke auf Neue Sorte
  3. Fülle die Felder aus:
    • Name (z.B. San Marzano)
    • Züchter (optional)
    • Merkmale (z.B. krankheitsresistent, ertragreich, kompakt)

Weitere Felder auf der Sorten-Detailseite

Der Anlage-Dialog deckt nur die grundlegenden Felder ab. Ergänzende Angaben — darunter der Saatgut-Typ (siehe unten) — pflegst du anschließend auf der Detailseite der Sorte.

Saatgut-Typ (seed_type)

Das Feld Saatgut-Typ beschreibt, wie eine Sorte vermehrt wird, und ist vor allem dann relevant, wenn du eigenes Saatgut ernten und in der nächsten Saison wieder aussäen möchtest — es zeigt an, ob die Nachkommen dabei sortenecht bleiben.

Wert Bezeichnung Bedeutung für den Nachbau
open_pollinated Samenfest Sortenecht — aus eigenem Saatgut wächst wieder dieselbe Sorte
f1_hybrid F1-Hybride Nicht sortenecht — die Nachkommen spalten sich auf und weichen von der Mutterpflanze ab
f2 F2-Generation Zweite Generation nach einer F1-Kreuzung — spaltet sich stark auf, Eigenschaften sind uneinheitlich
landrace Landsorte Sortenecht, meist genetisch variabler als moderne samenfeste Sorten
clone Klon (vegetativ) Keine Samenvermehrung — die Sorte wird ausschließlich vegetativ (z.B. Steckling, Teilung) fortgeführt

Sortenechtheit bei eigenem Saatgutnachbau

Möchtest du eigenes Saatgut für die nächste Saison gewinnen, achte auf den Saatgut-Typ: Samenfeste Sorten und Landsorten liefern sortenechte Nachkommen. Bei F1-Hybriden weichen die Nachkommen meist deutlich von der Mutterpflanze ab — für den Nachbau eignen sie sich in der Regel nicht. Bei Klonen ist eine Vermehrung über Samen ohnehin nicht vorgesehen; die Sorte wird ausschließlich vegetativ fortgeführt.

Sichtbarkeit nach Erfahrungsstufe

Das Feld Saatgut-Typ erscheint im Sorten-Formular ab der Erfahrungsstufe Fortgeschrittener. Im Einsteiger-Modus ist es ausgeblendet, kann aber über Alle Felder anzeigen eingeblendet werden.

Botanische Familien

Familien gruppieren verwandte Arten und sind die Basis für die Fruchtfolge-Planung. Kamerplanter wird mit den gängigsten Familien vorinstalliert (Solanaceae, Brassicaceae, Fabaceae, Cucurbitaceae, ...).

Familie anlegen

  1. Navigiere zu Stammdaten > Botanische Familien
  2. Klicke auf Neue Familie
  3. Gib den Namen und optional die Fruchtfolge-Kategorie an

Die eigentliche Fruchtfolge-Planung (empfohlene Nachfolgerfamilien, Wartezeiten, automatische Prüfung beim Anlegen einer Pflanze) verwaltest du separat unter Stammdaten → Fruchtfolge — siehe Mischkultur & Fruchtfolge.


Aktivitäten (Tätigkeiten) verwalten

Neben den botanischen Stammdaten pflegt Kamerplanter auch Aktivitäten (Tätigkeiten) als eigene Stammdaten — wiederverwendbare Vorlagen für Pflegemaßnahmen wie Entspitzen, Ausgeizen, Umtopfen oder Ernte-Vorbereitung. Sie bilden die Grundlage für den Aktivitätsplan-Tab eines Pflanzdurchlaufs und für Workflow-Vorlagen.

Wo du sie findest

Navigiere zu Stammdaten → Tätigkeiten. System-Tätigkeiten (bereits mitgeliefert) lassen sich bearbeiten, aber nicht löschen.

Tätigkeit anlegen

Klicke auf Tätigkeit anlegen und fülle die Abschnitte aus:

Abschnitt Felder
Bezeichnung Name und Beschreibung jeweils auf Deutsch und Englisch
Klassifizierung Kategorie (z.B. Training/HST [High-Stress-Training], Training/LST [Low-Stress-Training], Schnitt, Ausgeizen, Umtopfen, Ernte-Vorbereitung, Vermehrung, Allgemein), Schwierigkeitsgrad, Stresslevel, Erholungstage
Ausführung Geschätzte Dauer, benötigtes Werkzeug, ob eine Foto-Dokumentation verlangt wird
Geltungsbereich Kompatible Arten — leer gelassen gilt die Tätigkeit für alle Arten ("Allgemeingültig"); trägst du Arten ein, gilt sie nur für diese ("Artspezifisch")
Phasenbeschränkungen Verbotene Phasen (z.B. Blüte, Keimung) und eingeschränkte Sub-Phasen, in denen die Tätigkeit nur mit Vorsicht ausgeführt werden sollte
Tags & Sortierung Freitext-Tags sowie die Reihenfolge in Listen

Artspezifisch statt allgemeingültig

Nutze Kompatible Arten, um z.B. eine Cannabis-spezifische Trainingsmaßnahme (High-Stress-Training) nicht versehentlich für Tomaten oder Zimmerpflanzen vorzuschlagen.


Stammdaten per KI aufbereiten

Für Fortgeschrittene

Das manuelle Zusammentragen aller Pflanzendaten ist zeitaufwendig. Für Entwickler und fortgeschrittene Nutzer bietet Kamerplanter eine KI-gestützte Pipeline (Claude Code Agents), die neue Pflanzen automatisch aufbereitet und qualitätssichert. Für den täglichen Gebrauch im Garten ist diese Funktion nicht erforderlich — die mitgelieferten Stammdaten und der CSV-Import reichen für die meisten Anwendungsfälle aus. Mehr dazu: Pflanzendaten per KI aufbereiten.


Stammdaten per CSV importieren

Für die Erstbefüllung oder Batch-Anlage kannst du Arten, Sorten und botanische Familien auch per CSV-Datei importieren, statt sie einzeln anzulegen. Der Import läuft über einen sicheren Zwei-Phasen-Prozess (Validierungsbericht vor der eigentlichen Übernahme) und wird ausführlich auf der eigenen Seite Stammdaten-Import beschrieben — dort findest du auch die unterstützten Spalten je Datentyp und den Umgang mit Duplikaten und Validierungsfehlern.


Voraussetzungen

  • Kamerplanter-Instanz gestartet und zugänglich
  • Für den CSV-Import: siehe die Voraussetzungen auf der Seite Stammdaten-Import

Siehe auch