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Wetterdienste konfigurieren

Als Platform-Admin legst du hier die instanzweiten Standardeinstellungen für die öffentlichen Wetterdienste fest, die allen Standorten in Wetterquellen je Standort zur Auswahl stehen: Open-Meteo, der Deutsche Wetterdienst (DWD) und OpenWeatherMap.

Nur für Platform-Admins

Die Wetterdienste-Einstellungen sind ausschließlich für Nutzer mit der Plattform-Rolle admin zugänglich. Im Light-Modus ist die Seite ohne Login direkt erreichbar, da dort der einzige Nutzer der Instanz als Betreiber gilt.


Voraussetzungen

  • Plattform-Rolle admin (Full-Modus) oder Light-Modus-Betrieb
  • Zugang über Konto-Einstellungen > Wetterdienste

Wo du die Einstellungen findest

  1. Öffne Konto-Einstellungen (Klick auf dein Profilbild oben rechts).
  2. Wähle den Tab Wetterdienste — er erscheint an derselben Stelle wie der Tab Speicher, direkt daneben.

Die Seite zeigt drei Bereiche: eine Karte pro Wetterdienst, den globalen OpenWeatherMap-Schlüssel und die allgemeinen Abruf-Einstellungen.


Wetterdienste aktivieren und anpassen

Für jeden der drei Dienste — Open-Meteo, Deutscher Wetterdienst (DWD) und OpenWeatherMap — zeigt eine eigene Karte:

Feld Beschreibung
Aktiviert Schalter, ob der Dienst instanzweit zur Auswahl steht. Deaktivierst du einen Dienst, verschwindet er sofort aus der Auswahlliste im Wetterquelle-Dialog jedes Standorts — bereits eingerichtete Quellen dieses Diensts liefern ab dann keine neuen Daten mehr, bis der Dienst hier wieder aktiviert wird.
Basis-URL (optional) Überschreibt die Standard-Adresse des Diensts. Leer lassen, um die Standard-Adresse zu verwenden.
Quellenangabe Der Attributions-Text, den Kamerplanter im Wetterquellen-Dialog und auf der Vorschau anzeigt (z. B. die Lizenzangabe von Open-Meteo).

Was ist eine Basis-URL-Override?

Die Basis-URL ist die Adresse, unter der Kamerplanter den Wetterdienst im Hintergrund erreicht (z. B. https://api.open-meteo.com/v1/forecast). Eine Override (Überschreibung) ist nur in Sonderfällen nötig — etwa wenn du eine selbst gehostete Spiegelinstanz eines Dienstes betreibst oder in einer abgeschotteten Netzwerkumgebung einen internen Proxy vorschalten musst. Für den normalen Betrieb lässt du das Feld leer.

Verbindung testen

Klicke bei einem Dienst auf Testen, um die Erreichbarkeit sofort zu prüfen — unabhängig davon, ob bereits ein Standort diesen Dienst nutzt. Kamerplanter fragt testweise Wetterdaten für einen Referenzpunkt ab und zeigt:

  • Dienst erreichbar — inklusive einer kurzen Vorschau der nächsten drei Tage (Minimal-/Maximaltemperatur, Niederschlag)
  • Dienst nicht erreichbar — mit einer möglichst konkreten Fehlermeldung (z. B. Zeitüberschreitung oder ein ungültiger Schlüssel)

Wann testen?

Teste einen Dienst direkt nach dem Setzen einer Basis-URL-Override oder nach dem Eintragen des globalen OpenWeatherMap-Schlüssels — so erkennst du Tippfehler oder Erreichbarkeitsprobleme sofort, statt erst wenn ein Standort später keine Wetterdaten mehr erhält.


Globaler OpenWeatherMap-Schlüssel (Fallback)

OpenWeatherMap ist der einzige der drei Dienste, der einen persönlichen API-Schlüssel benötigt. Damit nicht jeder Standort zwingend einen eigenen Schlüssel besitzen muss, kannst du hier einen instanzweiten Fallback-Schlüssel hinterlegen.

So funktioniert der Fallback: Legt ein Nutzer an seinem Standort eine OpenWeatherMap-Quelle an und trägt dort keinen eigenen Schlüssel ein, verwendet Kamerplanter automatisch den hier hinterlegten globalen Schlüssel. Hat ein Standort dagegen einen eigenen Schlüssel gesetzt, hat dieser Vorrang vor dem globalen Fallback.

Der Schlüssel bleibt geheim

Der globale Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert und nie im Klartext angezeigt — weder in der Oberfläche noch in einer API-Antwort. Ein Statuschip zeigt lediglich „Schlüssel gespeichert" oder „Kein Schlüssel" an. Lässt du das Eingabefeld beim Speichern leer, bleibt ein bereits gespeicherter Schlüssel unverändert erhalten. Über das Augen-Symbol kannst du deine gerade eingegebene Eingabe vor dem Speichern noch einmal im Klartext prüfen.

Kostenkontrolle bei gemeinschaftlich genutzten Instanzen

Nutzt du den globalen Schlüssel auf einer Instanz mit mehreren Mandanten (z. B. einem Gemeinschaftsgarten), teilen sich alle Standorte ohne eigenen Schlüssel dasselbe Kontingent bei OpenWeatherMap. Bei vielen aktiven Standorten kann das schneller ausgeschöpft sein als bei einem einzelnen persönlichen Schlüssel. Prüfe bei Bedarf dein Nutzungskontingent direkt im OpenWeatherMap-Konto.


Abruf-Einstellungen

Feld Beschreibung
Zeitlimit Maximale Wartezeit pro Wetterabfrage in Sekunden (1–120). Antwortet ein Dienst innerhalb dieser Zeit nicht, gilt die Abfrage als fehlgeschlagen und Kamerplanter versucht — sofern konfiguriert — die nächste Quelle in der Prioritätenliste des jeweiligen Standorts.
Standard-Quelle Der öffentliche Wetterdienst, den Kamerplanter vorschlägt, wenn ein Standort noch keine eigene Prioritätenliste festgelegt hat.

Für technische Nutzer / Self-Hoster

Alle hier gesetzten Werte überschreiben die entsprechenden Umgebungsvariablen des Backends, solange sie über die Oberfläche gesetzt sind. Ist in der Datenbank kein Wert hinterlegt, gilt der Umgebungsvariablen-Standard:

Umgebungsvariable Standard Entspricht Feld
OPEN_METEO_ENABLED true Open-Meteo → Aktiviert
OPEN_METEO_BASE_URL https://api.open-meteo.com/v1/forecast Open-Meteo → Basis-URL
DWD_ENABLED true DWD → Aktiviert
DWD_BASE_URL https://api.brightsky.dev DWD → Basis-URL
OPENWEATHERMAP_ENABLED true OpenWeatherMap → Aktiviert
OPENWEATHERMAP_BASE_URL https://api.openweathermap.org/data/2.5 OpenWeatherMap → Basis-URL
WEATHER_FETCH_TIMEOUT_S 20 Zeitlimit
WEATHER_DEFAULT_PUBLIC_SOURCE open-meteo Standard-Quelle

Ein per Oberfläche gesetzter Wert wirkt sofort, ohne Backend-Neustart. Eine über den UI-Editor auf leer zurückgesetzte Basis-URL löscht die Datenbank-Override wieder — es gilt danach erneut der Umgebungsvariablen-Standard.

SSRF-Schutz bei Basis-URL-Overrides

Eine über die Oberfläche gesetzte Basis-URL wird serverseitig geprüft (Schema-Allowlist, keine privaten/internen Adressen), bevor sie gespeichert wird — dieselbe Prüfung wie bei den Speicher- und Home-Assistant-Einstellungen. Das verhindert, dass eine falsch konfigurierte Basis-URL das Backend zu einem unbeabsichtigten internen Ziel umleitet.


Häufige Fragen

Was passiert mit bestehenden Standort-Wetterquellen, wenn ich einen Dienst hier deaktiviere?

Standorte, die diesen Dienst bereits als Wetterquelle eingerichtet haben, erhalten ab der Deaktivierung keine neuen Daten mehr über ihn. Die Konfiguration am Standort bleibt erhalten (nicht gelöscht) — aktivierst du den Dienst hier später wieder, funktioniert die Standort-Quelle ohne weiteres Zutun erneut.

Warum sehe ich keinen eigenen Schlüssel bei Open-Meteo oder DWD?

Open-Meteo und der Deutsche Wetterdienst benötigen keinen API-Schlüssel — beide Dienste sind ohne Anmeldung nutzbar. Nur OpenWeatherMap erfordert einen Schlüssel, entweder pro Standort oder über den globalen Fallback-Schlüssel auf dieser Seite.

Muss ich einen globalen Schlüssel hinterlegen?

Nein. Ohne globalen Schlüssel funktioniert OpenWeatherMap weiterhin — dann muss jeder Standort, der OpenWeatherMap nutzen möchte, seinen eigenen persönlichen Schlüssel im Wetterquelle-Dialog hinterlegen.

Wirkt sich eine Basis-URL-Override auf alle Standorte gleichzeitig aus?

Ja. Die Basis-URL gilt instanzweit für den jeweiligen Dienst und betrifft alle Standorte, die ihn als Quelle nutzen. Ein einzelner Standort kann die Basis-URL nicht individuell überschreiben.


Siehe auch